Wie künstlicher Kaviar hergestellt wird: Besonderheiten

Wie künstlicher Kaviar hergestellt wird: Besonderheiten

Jeder ist schon einmal auf künstlichen oder sogenannten Imitationskaviar im Verkauf gestoßen. Doch nicht jeder weiß, wie künstlicher Kaviar hergestellt wird, welche Rohstoffe dafür verwendet werden und ob ein solches Produkt nützlich oder schädlich ist. Versuchen wir, diese und weitere Fragen zur Herstellung von synthetischem Kaviar zu klären.

Die Entstehung von Imitationskaviar

Die Entstehung von Imitationskaviar ist auf den Wunsch der Hersteller zurückzuführen, eine erschwingliche Alternative zu schwarzem und rotem Kaviar anzubieten. Äußerlich sieht das Produkt sehr ansprechend aus, geschmacklich ist es jedoch mit dem Original nicht vergleichbar. Die ersten Versuche, ein günstiges Analogon zu Lachs- und Störkaviar zu entwickeln, wurden Mitte der 1960er Jahre unternommen, als in der UdSSR ein Produkt namens «Iskra» hergestellt wurde, das auf Proteinrohstoffen basierte. Für die Bildung der Körner wurde eine Eiweißmischung aus Hühnereiern und Pflanzenöl verwendet.

Dieser Kaviar war wenig gefragt, da er dem Originalprodukt nicht ähnelte und sich nicht durch hohe geschmackliche Qualitäten auszeichnete. Mit der Zeit entstand die Technologie zur Herstellung von synthetischem Kaviar auf Gelatinebasis. Als zusätzliche Zutaten wurden Algenextrakte, Milch und Lebensmittelzusatzstoffe verwendet. Heutzutage besteht Nachfrage nach weiteren Methoden der Herstellung von künstlichem Kaviar, die entweder ganz ohne Proteinstoffe auskommen oder deren Einsatz minimieren. Der heutige Begriff „Imitation“ entstand durch das Nachahmen des Aussehens eines natürlichen Produkts.

Herstellung von künstlichem Kaviar

Die moderne Produktion von künstlichem Kaviar basiert auf der Verwendung von Geliermitteln. Dabei handelt es sich um Extrakte aus braunen und roten Algen: Natriumalginat und Agar. Sie erhöhen den Kaloriengehalt des Produkts nicht und sorgen zudem dafür, dass künstlicher Kaviar dem natürlichen optisch sehr ähnlich ist. Die Farbgebung wird durch Farbstoffe erreicht, die sowohl natürlichen als auch synthetischen Ursprungs sein können.

Natürlich ist es besser, Kaviar mit natürlichen Farbstoffen zu wählen, da synthetische Substanzen gesundheitsschädlich sein können. Moderner Imitationskaviar ist deutlich schmackhafter als seine früheren Varianten, dennoch imitiert er lediglich das Aussehen von natürlichem rotem oder schwarzem Kaviar. In Bezug auf Geschmack sowie den Gehalt an Vitaminen und Mineralstoffen sind diese Produkte nicht vergleichbar.

Künstlicher Kaviar: Nutzen und Schaden

Imitationskaviar stellt keine Gefahr für die Gesundheit dar, doch sein Nutzen ist minimal. Sein Hauptvorteil ist der niedrige Preis, insbesondere im Vergleich zu natürlichem schwarzem Kaviar. Wenn Sie jedoch einmal echten Kaviar probiert haben, werden Sie kaum ein Anhänger synthetischer Alternativen werden. Vielleicht ist es sinnvoller, sich gelegentlich eine natürliche Delikatesse zu gönnen, als nach Ersatzprodukten zu suchen.

Welcher Kaviar ist erschwinglicher?

Während schwarzer Kaviar teuer ist, ist roter Kaviar deutlich zugänglicher. Betrachtet man die reichhaltige Zusammensetzung von natürlichem rotem Kaviar und die Einfachheit seines Ersatzes, stellt sich die Frage, ob sich die Einsparung lohnt. Es ist leicht vorstellbar, wie künstlicher roter Kaviar hergestellt wird: Es werden dieselben Algenextrakte und Lebensmittelfarben verwendet. Als die besten gelten Analoga mit Fleisch von wertvollen Fischarten.

Nachdem man verstanden hat, wie künstlicher Kaviar hergestellt wird, wird die anhaltende Beliebtheit von natürlichem Lachs- und Störkaviar nachvollziehbar. Aufgrund des einzigartigen Wertes dieser Produkte hören Hersteller nicht auf, möglichst naturnahe und zugleich erschwingliche synthetische Alternativen zu entwickeln.

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